30.5.2010 Kyoto - Sightseeing by ourself

Ausschlafen war heute zunächst Programm. Heute wurde das im Hotel angebotene japanische Frühstück einem ausgiebigen Test unterzogen. Das Japanische Frühstücks scheint dem fremden Gaumen eher gewöhnungsbedürftig. Zum Auftakt gibt es Umeboshi, eine salzig-sauer eingelegte Pflaume. Die starke Säure belebt die Lebensgeister und wirkt wie eine kalte Dusche. Als Frischobst hat Ume keine Bedeutung, sondern wird nur Umeboshi eingemacht. In Japan heißt es, dass eine ume pro Tag den Arzt erspart. >Reis, ist unverzichtbar und deshalb gehört er in Japan auch auf den Frühstücksstisch, gereicht mit getrocknetem Purputang. Warm und sättigend ist die Misosuppe, eine heiße Brühe mit Tofu und verschiedenen Einlagen. Wer sie ganz traditionell zu sich nimmt, fischt die festen Bestandteile mit Stäbchen und schlürft den Rest. Zurückhaltung ist hier nicht nötig, den in Japan darf man lautstark zeigen, dass es schmeckt. Schlürfen also erlaubt! Neben Reis und Suppe besteht das japanische Frühstück aus kalten Komponenten. Meist gibt es Fisch, getrocknet und gesalzen, häufiger geräuchert. Ergänzend kommen Eierspeisen auf den Tisch. Diese werden roh verzehrt oder gestockt mit Reis. Beliebt sind gefüllte und kunstvoll aufgerollte Omelettes. Tsukemono, japanisches, eingelegtes Gemüse, fehlt bei keiner Mahlzeit. Eingelegt werden vor allem Gurken, Chinakohl, Auberginen und Rettich. Dazu tranken wir grünen Tee.

Mit dem Tagesticket, mit welchem alle Buslinien der Stadt für 1 Tag zum Preis von 500Yen benutzt werden dürfen, stürzten wir uns in das Getümmel. Als 1. Station entschieden wir uns für das Nijo Schloss, da man hier im Gegensatz zum kaiserlichen Palast keine Anmeldung für den Besuch beim kaiserlichen Haushaltsamt vornehmen muss. Anfang des 17. Jhs. ließ Tokugawa Ieyasu die pompöse Anlage errichten, um dem Tenno zu signalisieren, wer das Reich in Wirklichkeit lenkte.

Allerdings war sich der berühmte Kriegsherr seiner Herrschaft und Beliebtheit offenbar auch nicht so sicher. So ließ er den Wohntrakt mit aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen ausstatten. Die berühmteste ist das Nachtigallen-Parkett: Niemand konnte in dieser Zimmerflucht einen Schritt tun, ohne auf dem Holzfußboden ein zwitscherndes Geräusch zu verursachen. Sehenswert sind die Wandschirme der vierten Kammer (Ohiroma Yon-no-ma) und der Palastgarten, der von dem Landschaftsarchitekten und Teemeister Kobori Enshu geschaffen wurde. Tgl. 8.45-17, Einlass bis 16 Uhr, 26. Dez.-4. Jan. geschl., Eintritt 600 ¥, ein englischsprachiges Heft inklusive, Eingang Horikawa-dori.

Weiter führte uns unser Weg zum goldenen Pavillion (Kinkaku-ji). Tgl. 9.30-17 Uhr, Eintritt 400 ¥. Der Tempel wurde ursprünglich als eine Villa von Ashikaga Yoshimitsu, im Jahre 1397 erbaut. Nach dessen Tod wurde die Anlage in einen Tempel umgewandelt. 1950 fiel der Kinkaku-ji der Brandstiftung durch einen buddhistischen Kleriker zum Opfer, welcher die Schönheit des Pavillons nicht ertragen konnte. Dieses Ereignis hielt der Schriftsteller Mishima Yukio 1956 in seinem Buch „Kinkakuji“ (deutsch: Der Tempelbrand, fest. 1955 gelang es, eine genaue Replik des „Goldenen Pavillons“ zu rekonstruieren und den Kinkaku-ji wieder aufzubauen.

Nachdem wir uns ausgiebig mit Udon Nudeln gestärkt hatten ging es zu einer weiteren bekannten Sehenswürdigkeit Kyotos, dem silberen Pavillion (Gingkaku-ji). Dieser Zen-Tempel befindet sich ebenfalls in der Higashiyama Gegend. Der Shogun Ashikaga Yoshimasa befahl 1482 seinen Bau, wobei der "Kinkaku-ji" als Inspiration diente; denn er wollte ihn am Anfang mit silbernen Lagen bedecken.

Allerdings war sich der berühmte Kriegsherr seiner Herrschaft und Beliebtheit offenbar auch nicht so sicher. So ließ er den Wohntrakt mit aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen ausstatten. Die berühmteste ist das Nachtigallen-Parkett: Niemand konnte in dieser Zimmerflucht einen Schritt tun, ohne auf dem Holzfußboden ein zwitscherndes Geräusch zu verursachen. Sehenswert sind die Wandschirme der vierten Kammer (Ohiroma Yon-no-ma) und der Palastgarten, der von dem Landschaftsarchitekten und Teemeister Kobori Enshu geschaffen wurde. Tgl. 8.45-17, Einlass bis 16 Uhr, 26. Dez.-4. Jan. geschl., Eintritt 600 ¥, ein englischsprachiges Heft inklusive, Eingang Horikawa-dori.

Weiter führte uns unser Weg zum goldenen Pavillion (Kinkaku-ji). Tgl. 9.30-17 Uhr, Eintritt 400 ¥. Der Tempel wurde ursprünglich als eine Villa von Ashikaga Yoshimitsu, im Jahre 1397 erbaut. Nach dessen Tod wurde die Anlage in einen Tempel umgewandelt. 1950 fiel der Kinkaku-ji der Brandstiftung durch einen buddhistischen Kleriker zum Opfer, welcher die Schönheit des Pavillons nicht ertragen konnte. Dieses Ereignis hielt der Schriftsteller Mishima Yukio 1956 in seinem Buch „Kinkakuji“ (deutsch: Der Tempelbrand, fest. 1955 gelang es, eine genaue Replik des „Goldenen Pavillons“ zu rekonstruieren und den Kinkaku-ji wieder aufzubauen.

Nachdem wir uns ausgiebig mit Udon Nudeln gestärkt hatten ging es zu einer weiteren bekannten Sehenswürdigkeit Kyotos, dem silberen Pavillion (Gingkaku-ji). Dieser Zen-Tempel befindet sich ebenfalls in der Higashiyama Gegend. Der Shogun Ashikaga Yoshimasa befahl 1482 seinen Bau, wobei der "Kinkaku-ji" als Inspiration diente; denn er wollte ihn am Anfang mit silbernen Lagen bedecken.