Von all den neuen Eindrücken hungrig geworden, machten wir uns auf den Weg zu The Cube und genossen unser 1. Abendessen in Kyoto.

29.5.2010 Kyoto – Tagesausflug nach Nara

Heute morgen hieß es mal wieder früh aufstehen- auf dem Programm stand nämlich ein Besuch in Japans 1. Ständigen Hauptstadt – Nara.

Die Stadt befindet sich im äussersten Norden der Präfektur Nara im Nara-Talkessel. Bis Ōsaka im Westen sind es 35 Kilometer. Nara liegt im alten Kernland Yamato.Die ganze Stadt ist seit 1998 Unesco-Weltkulturerbe. Eigentlich ist alles sehenswert. Highlights sind der Tōdai-ji mit dem Daibutsu und der Kasuga Taisha-Schrein.

Nach einem ausgiebigen japanischen Frühstück führte unser Weg zunächst zur Kyoto Station, wo unser Ausflug starten sollte. Es stellte sich heraus, dass wir die einzigen Teilnehmer des Ausflugs nach Nara sein würden. Welch ein Luxus in diesem Hochlohnland einen Reiseführer für sich zu haben. Frau Togunaga war eine Hausfrau mittleren Alters, die sich als Dolmetscherin und Fremdenführerin etwas hinzu verdiente.

Von Kyōto fährt man besser mit der privaten Kintetsu-Linie. Das dauert mit dem Ltd. Express eine halbe Stunde und kostet gute 1'000 ¥, mit dem normalen Express kostet es nur die Hälfte und dauert 15 Minuten länger. Die JR Kansai-Linie braucht eine ganze Stunde und ist teurer.

Wir erfuhren zunächst. Dass die Tour zweigeteilt verlaufen würde. Der Vormittag gehörte Frau Togunaga in Nara,für den Nachmittagsteil würden wir dann mit einem anderen Guide Kyoto zu Fuss erkunden.

Da wir aber noch 3 weitere Tage in Kyoto zur Verfügung hatten, beschlossen wir auf den nachmittäglichen Teil der Führung zu verzichten und den Aufenthalt in Nara in Eigenregie zu verlängern. Nachdem der organisatorische Teil mit Frau Togunaga und der Reiseagentur geklärt war, konnte es losgehen.

Zunächst führte uns der Weg durch den Nara Park.

Rehe. Überall. Die Bambies sind in Nara omnipräsent - in den Parks, in den Tempelanlagen, vor Fussgängerampeln, wartend darauf, dass ein Nicht-Paarhufer den Knopf an der Ampel drückt usw. Sie sind quasi heilig (der Legende nach kam die Kriegsgottheit Takemikazuchi auf einem Reh nach Nara, um die neue Hauptstadt zu schützen) und dürfen sich frei bewegen. An Menschen haben sie sich lange gewöhnt und sind kein bisschen scheu. Im Gegenteil - wer nicht aufpasst, ist seinen Reiseführer oder irgendwo eingesammelte Pamphlete ruckzuck los. Kein Wunder, dass sie so prächtig gedeihen - an allen Ecken und Enden gibt es shika senbei (in etwa "Reh-Kekse"), die natürlich jeder kauft und verfüttert. Und wehe man verteilt die Leckerli nicht flott genug an die lieben Tierchen, dann ist man ruck zuck von einer Horde Samtaugen in eine Ecke abgedrängt worden und muss sich schmerzhaften Bissen erwehren. Frau Togunaga entriss mir jedenfalls schnell die Futterkekse und warf sie den gefräßigen Bambis zu, um mich aus meiner misslichen Lage zu befreien.

Interessant war der anschließende Besuch in einer kleinen Firma, welche ein System für Häuser entwickelt um die Erdstöße bei Erdbeben auszugleichen. An diesem Samstagmorgen war der Showroom von 4 älteren Japanern bevölkert, die sich sichtlich über unseren Besuch freuten. Zunächst wurde man in einem High Tech Sessel platziert und gut festgezurrt um dann gleich einen Eindruck von einem japanischen Erdbeben vermittelt zu bekommen.

Da wir aber noch 3 weitere Tage in Kyoto zur Verfügung hatten, beschlossen wir auf den nachmittäglichen Teil der Führung zu verzichten und den Aufenthalt in Nara in Eigenregie zu verlängern. Nachdem der organisatorische Teil mit Frau Togunaga und der Reiseagentur geklärt war, konnte es losgehen.

Zunächst führte uns der Weg durch den Nara Park.

Rehe. Überall. Die Bambies sind in Nara omnipräsent - in den Parks, in den Tempelanlagen, vor Fussgängerampeln, wartend darauf, dass ein Nicht-Paarhufer den Knopf an der Ampel drückt usw. Sie sind quasi heilig (der Legende nach kam die Kriegsgottheit Takemikazuchi auf einem Reh nach Nara, um die neue Hauptstadt zu schützen) und dürfen sich frei bewegen. An Menschen haben sie sich lange gewöhnt und sind kein bisschen scheu. Im Gegenteil - wer nicht aufpasst, ist seinen Reiseführer oder irgendwo eingesammelte Pamphlete ruckzuck los. Kein Wunder, dass sie so prächtig gedeihen - an allen Ecken und Enden gibt es shika senbei (in etwa "Reh-Kekse"), die natürlich jeder kauft und verfüttert. Und wehe man verteilt die Leckerli nicht flott genug an die lieben Tierchen, dann ist man ruck zuck von einer Horde Samtaugen in eine Ecke abgedrängt worden und muss sich schmerzhaften Bissen erwehren. Frau Togunaga entriss mir jedenfalls schnell die Futterkekse und warf sie den gefräßigen Bambis zu, um mich aus meiner misslichen Lage zu befreien.

Interessant war der anschließende Besuch in einer kleinen Firma, welche ein System für Häuser entwickelt um die Erdstöße bei Erdbeben auszugleichen. An diesem Samstagmorgen war der Showroom von 4 älteren Japanern bevölkert, die sich sichtlich über unseren Besuch freuten. Zunächst wurde man in einem High Tech Sessel platziert und gut festgezurrt um dann gleich einen Eindruck von einem japanischen Erdbeben vermittelt zu bekommen.